Rezension

„Nocturna – Das Spiel des Fuchses“ von Maya Motayne

Darum geht es:

Es ist Jahre her, dass Finn zuletzt ihr eigenes Gesicht erblickt hat. Denn die Gesichtsdiebin verfügt über Magie, die es ihr erlaubt, ihre Erscheinung beliebig zu verändern. Doch nicht nur sie weiß, wie nützlich dieses Talent ist: Ein finsterer Unterweltboss hat Finn in seiner Gewalt. Sollte die Gesichtsdiebin daran scheitern, einen Auftrag für ihn auszuführen, wird sie ihrer Kräfte für immer beraubt werden. Der gutmütige Prinz Alfehr, Thronfolger wider Willen, wendet ebenfalls zwielichtige Magie an: Er will seinen verschwundenen älteren Bruder, den Kronprinzen, finden, obwohl alle glauben, er sei tot. Als sich Finn und Alfehr gegenüberstehen, ist es, als würden Kräfte so unterschiedlich wie Tag und Nacht aufeinanderprallen. Und diese Wucht setzt eine ungeahnt böse Magie frei …

Prinz Alfehr wollte niemals König werden, doch nachdem sein Bruder Dezmin vor seinen Augen verschwunden ist und Alfie nach und nach die Möglichkeiten ausgehen, seinen Bruder zu retten, sieht er ein, dass er eines Tages der nächste König von Castellan sein wird. Gerade als er sich entschließt, seinen Pflichten als Kronprinz nachzukommen, passiert etwas, das Alfie zwingt, eine Magie freizusetzen, die allerdings so böse und gefährlich ist, dass er gemeinsam mit der Diebin Finn alles daransetzen muss, diese wieder festsetzen. Koste es, was es wolle

Der Klappentext war so vielversprechend, leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

Eine gute High-Fantasy Geschichte braucht, in meinen Augen, eine ausgestaltete, magische Welt. Hier leider blieb das Worldbuilding sehr flach: Zwar sollte die Welt an Lateinamerika angelehnt sein, doch außer ein paar spanische Worte und Speisen, weißt nichts auf die spanische Welt hin. An dieser Stelle hätte die Autorin noch viel mehr Fantasie walten lassen können und eine Welt erschaffen können, in die man eintauchen mag.

Auch was den Spannungsbogen angeht: Es beginnt spannend, dann flacht der Spannungsbogen im Mittelteil stark ab, um dann am Ende noch einmal mit Spannung aufzuwarten.

Schön fand ich allerdings die Gestaltung der Figuren. Der Kontrast zwischen Alfehr, der sehr sanft, rücksichtsvoll und bedacht ist, trifft auf Finn, einer Diebin, die egoistisch, hart und zum Teil sehr rücksichtslos ist. Eigentlich würde man gerade wegen dieser Unterschiede eine aufkeimende Liebesgeschichte erwarten, doch die bleibt aus. Vielleicht sind kleine Annäherungen zu sehen, aber daraus resultiert eine gute Freundschaft, die zu Verbündeten werden lassen. Auch ein Punkt, den ich sehr charmant fand: Es muss nicht immer eine Liebesgeschichte eingebunden sein.

Ich gebe der Geschichte:

3 von 5 Sterne

*Unbezahlte Reklame*

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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